Der älteste Feuerwehrhelm im Feuerwehrmuseum Mechenried aus dem Jahr 1760. Foto: Schriftführer und Ehren-KBI Werner Stumpf.

Der älteste Feuerwehr-Helm ist über 260 Jahre alt

Datum:
06.05.2021
Gerhard Kalnbach aus Uchenhofen sammelte seit 1963 alles, was mit der Feuerwehr zu tun hatte. Vieles davon hat er im schlechten Zustand gefunden und hergerichtet. Dank des damaligen Bürgermeisters Theo Diem konnte die Sammlung im Jahr 1987 in der Alten Schule in Mechenried untergebracht werden. Die Liste der Ausstellungsstücke umfasst rund 2100 Objekte mit Bezug zur Feuerwehr, darunter 150 Feuerwehrhelme aus ganz Europa.

Im Jahr 2005 übergab Gerhard Kalnbach die Sammlung in Abstimmung mit der Kulturstelle im Landratsamt sowie der Gemeinde Riedbach, dem Kreisfeuerwehrverband Haßberge e.V. und dem Feuerwehrverein Mechenried an den neu gegründeten Trägerverein „Feuerwehrmuseum Mechenried e.V.“, um diese für die Zukunft zu sichern. Bis zu seinem Tod im Jahr 2018 war Gerhard Kalnbach dort als Museumsleiter tätig.

Der Trägerverein betreut nach Renovierung der Alten Schule seit 2009 das räumlich erweiterte Feuerwehr-Museum. Unter dem Museumsleiter und Ehren-KBI Reiner Schuster wird der Bestand weiter ausgebaut, gesichert und inventarisiert.  

Ein Highlight im Feuerwehrmuseum ist ein Helm, Modell Deutsche Infanterie II aus dem Jahr 1760, der vor Übergabe an die Feuerwehren beim Militär als Jägerhelm Verwendung fand. Es ist ein schwarz lackierter Metallhelm mit Kammspitze aus Messing, Metallbund am Übergang der Helmglocke zu den mit Messingscheinen versehenen Schirmen und Ledersturmband.

Das Feuerehr-Museum Mechenried ist am 1. Sonntag von April bis Oktober in der Zeit von 14.00 bis 17.00 mit Führung, ohne Eintritt geöffnet. Außerhalb dieser Öffnungen wird es jederzeit ab 4 Personen, nach vorheriger Anmeldung, geöffnet.  Für Kleinkinder gibt es eine kleine Überraschung. Anmeldungen im Internet: www.feuerwehrmuseum.mecheried.de   oder direkt beim FW-Museumsleiter, E-Mail rschuster112@t-online.de bzw. 0160 1052286 oder 09521 3603.

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