Nordwand des Hauptraumes (Foto: Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern)

Spurensuche in der Synagoge Memmelsdorf

Datum:
29.04.2021
Woher kommen die grünen Sprenkel auf weißer Wand im Gebetraum einer Synagoge?

Warum sind die Fenster zur Frauenempore zugemauert? Und warum ist die Synagoge überhaupt noch da? Eine Spurensuche in der Synagoge in Memmelsdorf, Judengasse 6, (Gemeinde Untermerzbach) gibt Antworten. Am Beispiel der Synagoge Memmelsdorf lassen sich Geschichte und Entwicklung des fränkischen Landjudentums mit einem Schwerpunkt in den Haßbergen von der Mitte des 17. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts verdeutlichen. Eine Bildschirmpräsentation im Informationsraum gibt Auskunft über Handel und Gewerbe, Wohltätigkeit, Frauen, lndustrialisierung, Juden im ersten Weltkrieg, das Pogrom 1938 und die Auflösung der jüdischen Gemeinde in Memmelsdorf. Dadurch werden Biografien und Familiengeschichten auch für Einzelbesucher zugänglich. Die 1728/29 erbaute Synagoge ist die älteste noch bestehende Synagoge Unterfrankens. Auch der 1835 errichtete Friedhof ist noch erhalten. Kontakt: E-Mail: info@synagoge-memmelsdorf.de.

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